Samstag, 3. Oktober und Sonntag, 4. Oktober: Sinfoniekonzerte mit dem Collegium musicum Rendsburg

Im aktuellen Programm des Collegium musicum stehen drei sehr unterschiedliche romantische Werke auf dem Programm: Brahms’ „Tragische Ouvertüre“, Elgars Cellokonzert und schließlich drei der „Slawischen Tänze“ von Antonin Dvořák.

Solistin: Ida Dettenborn, Cello
Leitung: Christian Gayed


Samstag, 3.10.2026 
18.00 Uhr
Christkirche Rendsburg
Eintritt 8,- /erm. 4,-Euro

Sonntag, 4.10.2026
17.00 Uhr
St. Martin Nortorf 
Eintritt frei, Spenden erbeten

Johannes Brahms „Tragische Ouverture“ von 1880 stand für den Komponisten vielleicht selbst etwas am Rande: Er, der doch überzeugt von der Kraft der absoluten Musik war, lehnte sich mit einer programmlosen Ouverture recht weit aus dem Fenster. 
Der Hintergrund: Ouvertüren gingen ja üblicherweise einer Oper oder einem Schauspiel voran; seit Beethovens und Mendelssohns Konzertouvertüren löste sich die Ouvertüre von einer dramatischen Aufführung und bezog nur inhaltlich Stellung zu einer Szenerie, was als Geburt der Konzertouvertüre gilt. Brahms verweigerte sich nun seinersetits, seiner Ouvertüre ein bestimmtes Programm oder ein bestimmtes Drama voranzustellen – verständlich, wenn man bedenkt, wie hitzig in dieser Zeit die Zukunft der Musik zwischen den Verfechtern eben der Programmmusik und deren Gegnern, zu denen Brahms zu zählen ist, geführt wurde.
In diesem Zwiespalt war der Ouvertüre zunächst auch nur mäßiger Erfolg beschieden, obwohl sie heute unbestritten zu Brahms’ großen sinfonischen Werken zählt und einen großen emotionalen Bogen schlägt.

Auch die Uraufführung von Elgars Cellokonzert wurde kühl aufgenommen, was wohl vor allem an der mangelnden Probenzeit lag, die Solist und Orchester unter der Letiung des Komponisten zur Verfügung gestellt wurde. So erfuhr das Spätwerk des engliaschen Meisters erst in den 1960erjahren wieder größere Aufmerksamkeit, als sich vor allem die junge Cellistin Jacqueline du Pré dafür einsetzte. Inzwischen gilt es neben dem Konzert von  Dvořák als das vielleicht bedeutendste Werk für das Instrument. Solistin ist die junge Kieler Cellistin Ida Dettenborn, die bereits mit zahlreichen Preisen für ihr Spiel ausgezeichnet wurde; unter anderem mit einem 1. Bundespreis bei Jugend Musiziert. 

Im Gegenteil zu den vorgenannten waren Dvořáks „Slawische Tänze“ von Anfang an Hits: Brahms’ Vermittlung hatte dem jungen tschechischen Komponisten einen großen Verleger verschafft, der gleich eine Reihe von „nationalen Klavierwerken“ im Stile der „Ungarischen Tänze“ bestellte.  Dvořák lieferte die ersten acht Tänze für Klavier Vierhändig und lieferte auch schnell eine Orchesterfassung. Acht Jahre später folgte eine zweite Serie. Aus dieser Gruppe erklingen drei Tänze: Eine Polonaise, eine Dumka und eine zum Ende hin immer wilder werdende Skočna.

Nach oben